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Historie & Infos zur Glasherstellung

Glas kann ab etwa 1000°C verformt werden und ab etwa 1300°C beginnt es zu schmelzen. Seine physikalischen und chemischen Eigenschaften (hoher Schmelzpunkt, gasdicht, geschmacksneutral) machen es auch zu einer idealen und natürlichen Verpackung für viele Lebensmittel, wie z. B. ein Gurkenglas im Supermarkt. Glas ist vollständig wiederverwendbar. Es gibt verschieden Arten von Glas, die am häufigsten hergestellte ist "Kalknatronglas". Dieses Kalknatronglas besteht aus über 70% Sand (SiO2), ca. 15% Natriumcarbonat (Na2CO3), ca 13% Pottasche (K2CO3). Hinzu kommen Stoffe, die die chemischen Eigenschaften verbessern und solche, die das Glas färben. Auch gibt es Glas aus reinem Siliziumdioxid, also Sand, welches dann als Quarzglas bezeichnet wird. Die Zutaten werden gemischt und dann eingeschmolzen - bis auf ca. 1400°C. Verunreinigungen und Gase werden entfernt und die entstandene Schmelze wird etwas abgekühlt. Das Glas kann nun in die eigentliche Form gebracht werden. (Quelle: kids-and-science.de)

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Ein bisschen Glas-Geschichte

Glas gab es schon, bevor der Mensch es gemacht hat. Auf natürliche Weise entstand es, wenn durch große Hitze Quarzsand geschmolzen wurde, zum Beispiel durch Vulkane oder Blitzeinschläge über sandigen Gebieten. Das Besondere ist: Selbst nach dem Erkalten kristallisiert Glas nicht. Man kann es als "erstarrte Flüssigkeit" bezeichnen. Obsidiane und Tektite heißen die so entstandenen glasigen Gesteine. Der Steinzeitmensch benutzte sie schon als Schneidewerkzeug. Wann Glas zum ersten Mal vom Menschen hergestellt wurde, ist nicht genau bekannt. Die frühesten Funde stammen aus der Zeit um 3500 vor Christus aus dem Vorderen Orient. Um 1500 vor Christus gelang es schließlich, Glas unabhängig von einer keramischen Unterlage herzustellen. Das ging so: Erst einmal musste das flüssige Glas von 1400 auf circa 900 Grad Celsius abkühlen. Dann modellierte der Glasmacher das zähflüssige Glas um einen festen Sandkern herum. Dazu hatte er eine lange Stange, mit der er durch Drehen die Form schuf. Dünnwandige Formen ließen sich auf diese Weise natürlich noch nicht herstellen, denn Glas zu blasen, war damals noch unbekannt.

Eine technische Revolution war um 200 vor Christus die Erfindung der Glasmacherpfeife in Syrien. Damit ließen sich nun die aufwendigsten Formen gestalten. Die Pfeife ist ein ein bis eineinhalb Meter langes Eisenrohr mit einem hitzeisolierten Mundstück und einer kleinen Erweiterung am andere Ende, damit die Glasmasse hängen bleibt.

Damals ließen sich deutsche Glasmacher in den Waldgebieten der Mittelgebirge nieder. Im Spessart, im Thüringer Wald, im Schwarzwald, im Bayerischen Wald, im Fichtelgebirge, Böhmerwald, Erzgebirge und Riesengebirge. Dort fanden sie genügend Brennholz für die Schmelzöfen. Das Glas war meist grünlich, nicht gefärbt. Das lag an den Rohstoffen, dem Sand und der Pottasche. Buchen- und Eichenstämme wurden verbrannt und die Asche in Gefäßen, den "Pötten" ausgelaugt. Das ergab die Pottasche (Kaliumcarbonat). War die Gegend abgeholzt, zog man mit der Schmelzanlage weiter. Erst im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Glasmacher sesshaft. (Quelle: planet-wissen.de; Autorin: Bärbel Heidenreich)

Erleben Sie Glas (von germanisch glasa „das Glänzende, Schimmernde“, auch für „Bernstein“) in seiner ursprünglichen Form, das über den flüssigen Zustand bis hin zu einem festen Unikat von unseren Glasbläsern verwandelt wird, im Glasbläserhof.

Zur Glasbläserei

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